Geschichte
Schon die Römer und auch die Templer bauten in dieser Gegend sehr bemerkenswerte Weine an.
Im 12. Jahrhundert richteten die Erbauer des Schlosses von Brissac mit den Weinen ihrer Pachthöfe, zu denen auch die Domaine d’Anglas zählte, ihre Festgelage aus.
Nach der Revolution wechselte die Domaine mehrmals den Eigentümer, bis im Jahre 1890 die Urgroßmutter von Roger durch eine Erbschaft in den Besitz des Gutes kam.
Diese tatkräftige Frau beschloss, einen Schlussstrich unter das Kapitel der Seidenraupenzucht – ein seit dem 13. Jahrhundert blühendes Geschäft in den Cevennen – zu ziehen. Sie ließ sämtliche Maulbeerbäume, die den Seidenraupen als Nahrungsspender dienen, fällen und durch 60 ha Weinreben ersetzen. Gleichzeitig ließ sie auf der Domaine einen entsprechenden Weinkeller errichten.
Ihr Sohn, André Gaussorgues (Rogers Großvater) übernahm das Gut. Er war einer der Mitbegründer der 1929 ins Leben gerufenen Cave Coopérative von St.-Bauzille de Putois, die für eine bessere Organisation der Vermarktung des Weines aus der Umgebung sorgen sollte.
Jean Gaussorgues, Sohn von André und Onkel von Roger, führte den Weinanbau fort und wurde außerdem zum Wegbereiter einer touristischen Erschließung der Domaine entlang des Hérault, der an einen Teil des Besitzes grenzt.
Carole und Roger haben die Coopérative verlassen, um auf 12 h ein Sortiment edler Weine anzubauen und so entstanden nach intensiver Urbarmachung auf kräftigem Boden neue Rebparzellen. 1999 stellten sie ihren Weinanbau auf Biologische Landwirtschaft um, ein mutiger Schritt, der jedoch ihrer Lebensphilosophie entspricht.
Sie führen diese Arbeit fort, sie bieten ihre hervorragenden Weine zum Verkauf an und halten für die Gäste der Domaine ausgezeichnete Unterkünfte bereit.














